Düsseldorf Marathon 29.04.2018

Eigentlich wollte ich erst im nächsten Jahr den Düsseldorfer Marathon laufen. Aber manchmal kommt es eben anders als man denkt.

Am 15.04. war ich in Bonn gestartet. Da ich nur einen Marathon im Jahr laufe, sollte es der sein. Ich habe ihn erfolgreich gefinisht, es war rundherum alles optimal gewesen. Gutes Wetter, die Strecke musste man 2mal laufen, aber damit hatte ich kein Problem, und die Kulisse im Start-/Zielbereich war hervorragend sowie die Verpflegung.

Auf einmal las ich auf Facebook, dass Ulrike am Düsseldorfer Marathon teilnimmt und irgendwie hatte ich auch auf einmal auch Spass daran. Also Rücksprache mit meiner Familie gehalten, ob alle damit einverstanden sind. Man möchte ja nicht, dass einem der Mann noch davon läuft. Danach noch einen Startplatz gesucht und gefunden und mit Ulrike abgeklärt, ob ich mit ihr fahren kann, da ich an dem Wochenende kein Auto hatte. Alles geregelt, ja und auf einmal kamen Zweifel. Schaffst du das überhaupt in so kurzer Zeit 2 Marathons zu laufen. Schließlicht braucht man ja eine Regenerationszeit. Ich habe dann nicht mehr darüber nachgedacht und den Sonntag auf mich zukommen lassen. Fuhr von Donnerstag bis Samstag für einen Kurztrip nach Bremen, also hatte ich ja Ablenkung. Bremen ist übrigens eine sehr sehenswerte Stadt.

Als wir am Samstag wieder zuhause waren, hatte ich schon runde Füsse vom Städtetrip. Das kann ja heiter werden beim morgigen Marathon, dachte ich.

Die Nacht war zwar kurz, aber das Aufstehen fiel mir nicht schwer und Ulrike holte mich dann pünktlich ab. Ich war froh, dass sie bei mir war, weil sie mich immer sehr positiv aufbaut. In Düsseldorf holte ich meine Startunterlagen ab und dann ging es auch schon zum Start. Natürlich dort wieder einige bekannte Gesichter getroffen. Ulrike lief mit den 4.44 Pacern und ich hatte mich bei den 4.59 Pacern eingereiht. Das Wetter war für mich optimal. Punkt 9 Uhr fiel der Startschuss und ab ging es. In Düsseldorf ist man ziemlich schnell über der Startlinie. Die Brems- und Zugläufer und ich waren wohl die ältesten in der Gruppe. Einige liefen ihren 1. Marathon. Ich hatte mich dem Tempo gut angepasst und konnte ohne Probleme mithalten. Man kam mit den anderen ins Gespräch und es war ein lockerer Lauf bis km 18. Zwischendurch war jemand aus unsere Gruppe über eine Verkehrsinsel gefallen. Hatte sich aber weiter nicht verletzt. Auf einmal zogen die Brems- und Zugläufer an. Nach meiner Uhr lief ich immer unter 7er Pace. Also musste man doch in der Zeit sein. Nein, wir waren wohl  zu langsam. Deswegen konnte ich mich auch so locker unterhalten. Bei Km 21 habe ich meistens schon einen Einbruch. Aber an diesem Tag nicht. Man wurde gefragt, ob jemand unbedingt unter 5 Stunden das Ziel erreichen möchte. Ja, ich. Von dem Zeitpunkt merkte ich aber, dass ich schon das Tempo etwas anzog. Ich lief mit einer jungen Frau weiter, die aber dann die Dixies aufsuchen musste. Also bin ich alleine weitergelaufen, wollte mich aber an irgendwen anhängen. Klappte aber auch nicht. Zwischendurch an eine Herzsportgruppe gehängt, war auch nicht ideal. Mal liefen die langsam, mal wieder schneller.  Zum Glück waren die Staffelläufer noch unterwegs, sonst wäre ich wahrscheinlich ganz allein unterwegs gewesen. Plötzlich stellte ich fest, dass ich gar nicht mehr auf der Marathonstrecke war, sondern im Wechselbereich der Staffelläufer. Aber auch egal. Unterwegs fragte mich ein Mann, ob er noch auf der Marathonstrecke wäre? Dann hatte ich noch einen Geher neben mir. Ich hatte das Gefühl, dass er viel schneller war als ich. Aber trotzdem rollte es bei mir. Auf meine Uhr hatte ich gar nicht mehr geachtet, weil das GPS auch manchmal ausfiel. Unterwegs sah ich am Straßenrand eine Uhr und dachte, du kannst es unter 5 Stunden schaffen. Bei KM 39 musste ich mich schon zusammen reißen. Ich dachte nur noch die eine Kehre und dann bist du fast da. Aber diese Kehre, die zog sich. Ich war glücklich endlich am Rheinufer angekommen zu sein und das Ziel vor Augen zu sehen.

Letztendlich fand ich den Marathon in Düsseldorf sehr gut und es waren auch viele Zuschauer an der Strecke, die die Läufer angefeuert haben. Im Zielbereich bekam man auch wieder die leckeren Berliner und ein Erdinger. In der ersten Hälfte bin ich 2.31 Std. gelaufen und konnte in der 2. noch aufholen auf 2.23 Std. Und damit habe ich wohl alles richtig gemacht und war sehr zufrieden. So soll es sein. Bis zum nächsten Marathon im nächsten Jahr.

Eure Marianne

 

 

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